Primäres Glaukom

Unspezifische Augenbeschwerden

Die unspezifischen Augenbeschwerden sind weit verbreitet. Die Symptome sind trockene, gereizte Augen mit Rötung, Fremdkörpergefühl, Jucken, Brennen, Schmerz, Absonderung von Schleim, Lichtempfindlichkeit, Sehstörung, geschwollenen Augenlidern usw. Die Behandlung besteht in der Regel aus der Gabe von "künstlichen Tränen", kortison- oder antibiotikahaltigen Augentropfen.

Primäres Glaukom

Die primären Glaukome bilden mit 90 Prozent die größte Glaukomgruppe. Beim primären Glaukom, werden das primäre chronische Offenwinkelglaukom und das primäre Winkelblockglaukom sowie das Normaldruckglaukom unterschieden.

Bild vergrößern
© 2011 Chinesische Medizin Oldenburg

Das primäre Glaukom wird durch eine Gleichgewichtsstörung zwischen Rückresorption und Produktion der Kammerflüssigkeit verursacht. Rund eine von 50 Personen, die älter als 35 Jahre ist, leidet daran.

Das primäre Glaukom ist meist asymptomatisch und verursacht nur selten stärkeren Augenschmerz. Der Sehverlust erfolgt zuerst im peripheren Gesichtsfeld, wobei die Sehschärfe lange erhalten bleibt.

Die Behandlung ist primär medikamentös mit cholinergischen und betablockerhaltigen Augentropfen.

Die unspezifischen Augenbeschwerden und das primäre Glaukom kommen in der TCM-Praxis häufig vor.

Aus der Sicht der TCM

Die meisten Patienten kommen wegen anderer Krankheiten in Behandlung und die lästigen Augenbeschwerden bilden in der Regel einen Nebenbefund. Viele Patienten sind bereits jahrelang in augenärztlicher Behandlung. Nach der Erkenntnis der TCM ist das Auge eng mit der Seele verbunden.

Das Auge ist nicht nur ein optisch-sensorisches Organ, sondern auch das Fenster der Seele und spiegelt die Seele des Menschen wieder.

Der viel zitierte Satz der TCM "Gan-kai-qiao-yu-mu" bedeutet wörtlich: "Die Leber öffnet sich im Auge". Sinngemäß bedeutet das: "Die seelischen Spannungen machen Augenbeschwerden". Nach Ansicht der TCM können seelische Konflikte wie Sorge, Kummer, Trauer, Ärger usw. auf Dauer "Leber-Qi-Stagnation", "Leber-Hitze", "Leber-Yang-Überhitzung" und "Leber-Yang-Krankheiten" verursachen. Die o.g. Augenbeschwerden gehören zu den "Leber-Yang-Krankheiten", d.h. zu den streßbedingten Krankheiten.

Entsprechend dieser Erkenntnis ist die Grundlage der TCM-Therapie die Behebung der "Leber-Qi-Stagnation" und die Beseitigung der "Leber-Yang-Überhitzung".

Dies geschieht durch Gespräche, Heilkräuter und Akupunktur.

Obwohl diese Erkenntnis aus der Sicht der Schulmedizin unlogisch und unwissenschaftlich erscheint, hat sie sich in der TCM-Praxis gut bewährt.

Bitte beachten Sie!

Alle auf dieser Webseite bereitgestellten Informationen stellen in keiner Weise einen Ersatz für eine ärztliche Diagnose oder eine Behandlung durch ausgebildete Ärzte und Mediziner dar. Die Informationen dürfen nicht für die eigene Therapieauswahl oder gar für eigene Diagnosen verwendet werden.