Ödeme

Ansammlung von Flüssigkeit

Ein Ödem ist laut Definition eine Ansammlung von Flüssigkeit im Raum außerhalb der Körperzellen. Ein Ödem entsteht, wenn Wasser aus den Gefäßen heraus tritt und sich im Gewebe oder in bestimmten Körperräumen wie der Bauchhöhle ansammelt.

Typische Arten von Ödem sind "dicke, schwere Beine" am Abend und Fußknöchelödeme. Sammelt sich das Wasser in der Bauchhöhle sprechen Mediziner von Aszites.

Die Ödeme entstehen durch...

Ungefähr ein Drittel des gesamten Körperwassers ist auf dem Raum außerhalb des Zellgewebes verteilt. Je nach Ursache können Ödeme lokalisiert oder generalisiert im gesamten Körperbereich auftreten.

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Die Ödeme entstehen durch:

  • Drucksteigerung in den Blutgefäßen infolge Blutstauung, zum Beispiel bei chronischer Herzinsuffizienz und Krampfadern.
  • Störung des Eiweißhaushaltes infolge verminderten Aufbaues, vermehrten Abbaues oder durch Eiweißverlust, zum Beispiel bei Leberzirrhose, Nierenerkrankung, Alkoholismus und Unterernährung.
  • Idiopathisches Ödem, Ödem unklarer Ursache. Es wird fast ausschließlich bei Frauen beobachtet, besonders bei Patientinnen mit psychosozialen Schwierigkeiten. Es ist charakterisiert durch ein periodisches Ödem, welches oft von verschiedenen psychosomatischen Beschwerden begleitet wird.
  • Andere Ursachen sind Abflußbehinderung und Wandschädigung der Lymph- und Blutgefäße, Störung des Mineral- und Wasserhaushaltes, Schilddrüsenunterfunktion, Einnahme von Östrogenhormonen usw.

Die Wasseransammlungen können aber überall im Körper vorkommen. Ödeme treten bei zahlreichen Erkrankungen und Stoffwechselstörungen auf. Manchmal sind sie vorübergehend und harmlos (z.B. durch hormonelle Veränderungen vor der Regelblutung).

Eine Wasseransammlung im Gewebe kann aber auch durch eine schwere Krankheit entstehen (wie Herzinsuffizienz oder Leberzirrhose). Charakteristisch für ein Ödem ist, dass nach dem Drücken auf den angeschwollenen Bereich in der Regel eine sichtbare Delle zurückbleibt.

Aus der Sicht der TCM

Die Wassersucht wurde bereits vor 2200 Jahren in dem Standardwerk der TCM "Die Innere Medizin des Kaisers" ausführlich erörtert.

Die Ödeme werden in der TCM in "Yang-Ödem" und "Yin-Ödem" unterteilt.

Das "Yang-Ödem" entwickelt sich rasch innerhalb von Tagen und Wochen, meist zuerst am Gesicht, anfangs häufig mit Fieber.

Nach Meinung der TCM entsteht das Yang-Ödem durch eine äußere, pathogene Umwelt-Einwirkung.

Das Yang-Ödem entspricht dem Ödem der akuten Glomerulonephritis der Schulmedizin.

Das "Yin-Ödem" entwickelt sich langsam innerhalb von Monaten und Jahren, vorzugsweise an der unteren Körperhälfte. Nach Meinung der TCM entsteht das Yin-Ödem durch eine Schwäche der inneren Organe, wie Herz, Lunge, Verdauungssystem und Niere. Das Yin-Ödem entspricht dem Ödem der chronischen Herzinsuffizienz, der chronischen Nierenerkrankung und der Leberzirrhose. Das idiopathische Ödem gehört zumYin-Ödem.

Das Yang-Ödem kann bei chronischem Verlauf in das Yin-Ödem übergehen. Die Heilungsaussicht wird dadurch verschlechtert. Das Yin-Ödem kann auch unter Umständen in das Yang-Ödem übergehen.

Das Yin-Ödem und das Yang-Ödem können auch gleichzeitig nebeneinander bestehen. Die TCM behandelt die Ödeme mit Heilkräutern und Akupunktur. Beim idiopathischen Yin-Ödem sind die psychotherapeutischen Gespräche wichtig, um die Streßfaktoren aufzuklären und abzubauen.

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