Impotenz

Sexualprobleme sind häufig

In der Gesamtbevölkerung sind Sexualprobleme häufig. Nach der Untersuchung von Kinsey leiden 2 % der 40-jährigen, 7 % der bis 55-jährigen und 25 % der bis 70-jährigen Männer an Potenzstörungen.

Impotenz

Wenn man auch heutzutage gegenüber der Sexualität generell offener ist, schweigen die meisten Patienten über ihre sexuelle Belange.  Nur ein Teil der Impotenten beklagen spontan diese Probleme.

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© 2011 Chinesische Medizin Oldenburg

Viele verheiratete Paare mit sexuellen Störungen versuchen eher, ihr Verhalten zu ändern und so die Schwierigkeiten zu überbrücken, als medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Die sexuellen Funktionsstörungen können einerseits Folgeerscheinungen von anderen chronischen oder zur Erschöpfung führenden Erkrankungen sein, andererseits auf spezifische Störungen des urogenitalen oder des hormonellen Systems beruhen.

Vielerlei Medikamente und Alkohol können Potenzstörungen verursachen. Die häufigsten Ursachen einer langhaltenden Impotenz sind Angst- und Depressionszustände, Desinteresse an oder Unstimmigkeiten zwischen den Partnern.

Bei guter Gesundheit und stabiler Psyche bleiben den Männern sexuelles Bedürfnis und Potenz bis ins hohe Alter erhalten.

Aus der Sicht der TCM

In der alten chinesischen Tradition bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts war Polygamie in der höheren Sozialschicht üblich. Daher haben die Potenzstörungen in der TCM seit jeher eine große Bedeutung. Nach Auffassung der TCM entstehen Potenzstörungen durch die ererbte oder erworbene "Yang-Schwäche" der Nieren, das heißt eine angeborene oder erworbene Funktionsstörung des Urogenitalsystems.

Eine andere wichtige Ursache ist die emotionale Disharmonie in der Partnerschaft. Schon vor 2200 Jahren wurde dieses Thema in dem Standardwerk der TCM "Die Innere Medizin des Kaisers" ausführlich erörtert. Die Grundlage der TCM-Therapie ist eine Stärkung der "Nieren-Yang" und eine Behebung der emotionalen Disharmonie. Dies geschieht durch Gespräche, Heilkräuter und Akupunktur.