Essentielle Hypertonie

Chronische arterielle Hypertonie

Die chronische arterielle Hypertonie gehört in den westlichen Industrieländern zu einer der häufigsten Erkrankungen.

Zwei Formen der Hypertonie

In Deutschland wird die Hypertoniehäufigkeit auf 12 % der Gesamtbevölkerung geschätzt. Für die Altersgruppe der über 45-jährigen wird sie bei 25 % angenommen.

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Die normalen Blutdruckwerte liegen unter RR 140/90 mm Hg. Die Werte über RR 160/95 mm Hg gelten als zu hoch. Dazwischen werden sie als Grenzwerte bezeichnet.

Die Hypertonie wird in zwei Formen eingeteilt:

1. Die primäre essentielle Hypertonie

  • Sie stellt mit ungefähr 90-95 % den Hauptanteil der Blutdruckerkrankungen dar. Sie ist in ihrer Ätiologie bis heute nicht aufgeklärt. Zahlreichen Faktoren, wie psychischen, genetischen und Umwelt-Faktoren werdenätiologisch eine Rolle zugeschrieben.

2. Die sekundäre Hypertonie

  • Die sekundären Hypertonien, wie die renalen und endokrinen Hypertonien, sind in der Alltagspraxis relativ selten. Sie werden in diesem Kapitel nicht erörtert.

Eine Hypertonie stellt einen wesentlichen Risikofaktor dar und führt zu typischen Folgeerkrankungen des arteriellen Gefäßsystems und der Niere.

Eine unbehandelte Hypertonie geht mit einer Verkürzung der Lebenserwartung um 10-20 Jahre einher.

Aus der Sicht der TCM

Nach Ansicht der TCM spielen außer der Konstitution die emotionalen Streßfaktoren ätiologisch die wichtigste Rolle.

Die gestauten Emotionen können auf die Dauer eine "Leber-Qi-Stagnation", eine "Leber-Hitze" bzw. ein "Leber-Feuer" bewirken. Sie können später eine "Leber-Yang-Überhitzung" und schließlich eine "Leber-Yang-Krankheit" verursachen. Die essentielle Hypertonie ist eine "Leber-Yang-Krankheit".

Viele Patienten leben unbewußt unter Streß.

Die Grundlage der Therapie ist die Behebung der "Leber-Qi-Stagnation" und die Beseitigung der "Leber-Yang-Überhitzung", damit das Yin-Yang-Gleichgewicht des Körpers wiederhergestellt und der Blutdruck wieder normalisiert wird. Dies geschieht durch Gespräche, Heilkräuter und Akupunktur.

Die essentielle Hypertonie wurde bereits vor etwa 2200 Jahren in dem Standardwerk der TCM "Die Innere Medizin des Kaisers" mehrfach in den Kapiteln "Streß", "Kopfschmerz", "Schlaganfall", "Tinnitus" und "Herzschmerz" ausführlich besprochen.

Bitte beachten Sie!

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