Saarlouis/Leipzig-Studie 2002

Auszüge aus Studien und Anwendungsbeobachtungen...

 

SAARLOUIS/LEIPZIG-STUDIE 2002

Diese Studie wurde im Auftrag des Deutschen Parkinsonverbandes durchgeführt und bildete die klinische Grundlage zur Zertifizierung des Implantationsgerätes zum staatlich anerkannten Medizinprodukt.

Chinesische Medizin Oldenburg
Chinesische Medizin Oldenburg

Ablauf

Es wurden 60 Probanden mit ideopathischem Parkinson-Syndrom über den Zeitraum August und September 2002 behandelt. Es wurden 2 Gruppen gebildet. Beide Gruppen hielten ihre Medikation konstant. Eine nach Zufallsprinzip (Losverfahren) ausgewählte Gruppe von 30 Probanden erhielt in der 5. Woche eine Behandlung mit Ohr-Implantaten.

Die andere Gruppe wurde als Vergleichsgruppe ohne Behandlung weiter untersucht. Alle Probanden wurden wöchentlich mittels UPDRS (Unified Parkinson Disease Rating Scale) untersucht, weiterhin kamen ein Depressionsfragebogen, die motorische Leistungsserie nach Schoppe (MLS), ein Selbstbewertungsfragebogen für Parkinson Patienten (PDQ39) sowie einFragebogen zu Sexualstörungen zum Einsatz.

Diagnose

Die Diagnose erfolgte anhand der klinischen Kriterien und einer ausführlichen neurologischen und internistischen Untersuchung inklusive des UPDRS. Das Alter der Probanden lag zwischen 42 und 76 Jahren (26 Frauen und 34 Männer). Zum Ausschluss einer Demenz wurde der MMST (Mini Mental State) zu Beginn der Untersuchung durchgeführt.

Die Ausprägung des Parkinson-Syndroms auf der Skala nach Hoehn und Yahr lag zwischen II und IV. Als Untersuchungsmethode wurde die UPDRS, die motorische Leistungsserie nach Schoppe und eine Selbstbefragungsskala (PD039) festgelegt.

Es erfolgten 4 Untersuchungen im 1-Wochen-Abstand, danach erfolgte die Implantation bei der Hälfte der Probanden. In den darauf folgenden 4 Wochen wurden die Untersuchungen in gespiegelter Form zur Woche 1-4 durchgeführt.

Ergebnisse:

Von den 60 Probanden kamen 53 Probanden in die Auswertung. Sieben Probanden schieden aus. Es erfolgte die Auswertung in Zusammenarbeit mit dem sportmedizinischen Institut der Universität Leipzig.

Um herauszufinden, welche Probandengruppe am ehesten von einer Behandlung profitiert, erfolgte bei der Auswertung eine Aufgliederung entsprechend der Ausprägung des UPDRS in 4 folgende Gruppen:

  • Gr. 1 - UPDFS 0-19;
  • Gr. 2 - UPDRS 20-39;
  • Gr. 3 - UPDRS 40-59;
  • Gr. 4 - UPDFS 60 und höher

Die Untersuchung erfolgte in mehreren Dimensionen klinischer Diagnostik. Betrachtet man die Gesamtheit aller implantierten und unimplantierten Probanden, so gab es signifikante bis hochsignifikante Besserungen bezüglich der implantierten Gruppe.

Dies bedeutet, dass eine Behandlung von Parkinsonpatienten mit dieser neuen Methode medizinisch sinnvoll ist. Es ist somit ein neuer Ansatz in der Medizin und der Behandlung des ideopathischen Parkinsonsyndroms. Dies sollte ein Anstoß sein, die Methode der Implantatakupunktur weiter zu erforschen.

Nebenwirkungen:

Als Nebenwirkungen traten vereinzelte Reizungen der Ohrmuschel auf und gelegentlich kam es auch zu Schwellungen der implantierten Stellen (bei 3 Probanden).

Sonstiges:

Nach den bisherigen Erfahrungen mit dieser Methode sollten Patienten mit einer ausgeprägten hysterischen bzw. neurotischen Persönlichkeitsstruktur sehr zurückhaltend behandelt werden, da hier Komplikationen möglich sein können.

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Arzthelferin: Frau H. Singewald